Ostkongo: Bei einer Demonstration gegen einen hochrangigen Armeeangehörigen gibt es in Uvira mehrere Verletzte

In der kongolesischen Stadt Uvira kam es am frühen Montagmorgen zu einer von den Wazalendo-Milizen und Teilen der Zivilgesellschaft organisierten Demonstration. Die Kundgebung begann gegen 8 Uhr und führte mehrere hundert Teilnehmer:innen bis zum Rathaus, wo die Organisator:innen ihre Forderungen an den Bürgermeister sowie den Militärkommandanten der Region übermittelten.

Im Zentrum der Proteste stand die Forderung nach dem Rücktritt von General Olivier Gasita. Der Offizier war am 1. September zum stellvertretenden Kommandanten der 33. Militärregion ernannt worden. Die Demonstrant:innen werfen Gasita, einem Munyamulenge-Offizier und somit kongolesischem Tutsi, eine Nähe zur Rebellengruppe AFC/M23 vor. Auf mitgeführten Transparenten war zu lesen: „Gasita, geh nach Hause, Uvira will dich nicht“.

Während des Protests kam es laut Angaben der Zivilgesellschaft zu Auseinandersetzungen. Nachdem Demonstrant:innen Steine geworfen hatten, reagierten die Streitkräfte der DR Kongo (FARDC) mit Schüssen. Dies führte zu Panik, die Menge zerstreute sich. Nach Berichten der Zivilgesellschaft wurden dabei mindestens drei Menschen getötet – darunter zwei Frauen und ein Kind. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahlen durch die Behörden steht bislang noch aus.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi afrique erschienen. 

zum Artikel