UN schränkt humanitäre Hilfen in der DR Kongo wegen Finanzierungsproblemen ein

Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) reduziert die humanitäre Hilfe für die DR Kongo aufgrund kritischer Finanzierungsdefizite. Nachdem im Februar ein Spendenaufruf über rund 2,6 Milliarden US-Dollar gestartet wurde, wurden bis Ende April nur etwa 9% dieser Summe mobilisiert. Einen großen Anteil an diesem Finanzierungsmangel hat die Aussetzung von USAID, welches im letzten Jahr 70% des humanitären Budgets stellte. Als Folge dieses Finanzierungsproblems hat das OCHA eine „rote Liste“ mit essenziellen Maßnahmen erstellt. Weniger dringende Maßnahmen werden vorerst ausgesetzt oder umstrukturiert. Millionen von Menschen laufen somit Gefahr, keine Hilfe mehr zu erhalten.

Im Zuge dessen fordert das OCHA die kongolesische Regierung dazu auf, weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung zu ergreifen. Vor allem im Bereich der Logistik sei es notwendig das Budget zu erhöhen, um einen besseren Zugang und eine effizientere Koordinierung auf provinzialer und lokaler Ebene zu ermöglichen. Durch solche Maßnahmen wäre es den humanitären Helfer:innen der UN dann möglich, sich auf akute Notfälle zu konzentrieren.

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