Positionen & Informationen

Bericht von Reporter ohne Grenzen: Wie es ist, Journalist:in in der Region der Großen Seen Afrikas zu sein

Der im März 2026 veröffentlichte Bericht "What it's like to be a journalist in Africa’s Great Lakes region" von Reporter ohne Grenzen legt liefert eine detaillierte Analyse zur Lage der Pressefreiheit in der Großen-Seen-Region Afrikas. Er deckt die Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Burundi, Uganda, Kenia und Tansania ab.

Analysen & Studien

Analyse des Governance in Conflict Networks: Warum kommt es in der DR Kongo nicht zum Frieden? Rote Linien, blockierte Verhandlungen und radikale Auswege

Die Autoren argumentieren, dass die festgefahrene Dynamik im Konflikt im Osten der DR Kongo vor allem darauf zurückzuführen ist, dass gängige Forderungen nach Dialog und Truppenrückzug die realen Machtverhältnisse verkennen. Weil die militärischen und politischen Positionen der beteiligten Akteure kaum vereinbar sind, bleibt der Verhandlungsspielraum äußerst begrenzt. So sei ein nachhaltiger Frieden nur möglich, wenn die kongolesische Souveränität gestärkt und ein funktionsfähiger, widerstandsfähiger Staat aufgebaut wird.

Analysen & Studien

Analysepapier zur multidimensionalen Gewalt der ADF jenseits jihadistischer Zuschreibungen

Die beiden Wissenschaftler Kristof Titeca und Giovanni Salvaggio haben eine Analyse zur ADF veröffentlicht, in der sie deren multidimensionale Gewaltstrukturen im Osten der DR Kongo untersuchen. Sie argumentieren, dass eine Reduzierung auf eine jihadistische Zuschreibung den tatsächlichen Machtstrukturen nicht gerecht wird. Vielmehr müsse die Gewalt als Zusammenspiel ideologischer, militärischer, politischer und wirtschaftlicher Logiken verstanden werden – auch, um wirksame politische Strategien im Umgang mit der ADF entwickeln zu können.

Analysen & Studien

Bericht der International Crisis Group: Ein schwer erreichbarer Frieden in der Region der Großen Seen

Der Bericht der International Crisis Group analysiert die Rückkehr der M23, ihre territoriale Ausdehnung und die Entwicklung der regionalen und internationalen Diplomatie. Er betont, dass ein tragfähiger Waffenstillstand dringend notwendig ist und langfristige diplomatische Anstrengungen gebraucht werden, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern. Grundlage sind rund hundert Interviews mit politischen Akteur:innen, Rebellenvertreter:innen, Diplomat:innen, Fachleuten und Betroffenen.

Analysen & Studien

Doha-Vereinbarung: schwieriger Kompromiss zwischen Kinshasa und M23

Jason Stearns analysiert bei Ebuteli im Podcast, warum der Friedensprozess rund um den M23-Konflikt im Ostkongo feststeckt: Zwischen unrealistischen Forderungen der M23, einem umstrittenen Vermittlungsvorschlag Katars, fehlender Akzeptanz der kongolesichen Regierung sowie mangelnder Kompromissbereitschaft auf allen Seiten, wächst das Risiko neuer Gewalt in den östlichen Provinzen der DR Kongo. Jüngste Kampfhandlungen und Massakervorwürfe zeigen die Dringlichkeit einer Lösung.

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