Während die Vereinten Nationen sich am Donnerstag tief besorgt über Berichte äußerten, wonach M23-Rebellen und ruandische Truppen nach Süden in Richtung der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu, Bukavu, vorrücken, versucht die M23 die volle Kontrolle über Goma zu erlangen. Die Eroberung Gomas durch die von Ruanda unterstützte M23 in dieser Woche und die laufende Offensive in Richtung Süden sind die größte Eskalation seit 2012 in einem jahrzehntealten Konflikt, der sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen zu einem weiteren großen regionalen Krieg ausweiten könnte.
Die deutsche Bundesregierung schont seine guten Beziehungen zu Kigali und Kinshasa. Es wird gefordert, dass das Land deutlicher auf die Offensive der M23 im Osten der Demokratischen Republik Kongo reagiert.
Das ÖNZ bringt in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung seine Besorgnis über die humanitäre Lage in Goma zum Ausdruck. Der Direktor des ÖNZ erklärt in einem Interview, was die deutsche Regierung und die Europäische Union aus seiner Sicht tun sollten, um zu Frieden in der Region zu beizutragen.
Demonstrant:innen versammelten sich am Dienstagmorgen vor der US-Botschaft in Kinshasa, um ein stärkeres Engagement der internationalen Gemeinschaft bei der Befriedung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo zu fordern. Sie forderten insbesondere den Rückzug der Kämpfer der M23 und der ruandischen Streitkräfte aus Goma, der wichtigsten Stadt in Nord-Kivu.
Die von Ruanda unterstützten Milizen nehmen die Stadt Goma im Osten der DR Kongo ein wodurch sich die humanitäre Krise verstärkt. Ein Bericht von vor Ort.
Während die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen in Goma eingedrungen sind, beruft der kenianische Präsident William Ruto einen Sondergipfel der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) ein.
Einheiten der UN-Mission Monusco haben sich am Freitag, den 24. Januar, "intensive" Kämpfe mit der M23 geliefert. Derweil forderte mehrere westliche Botschaften ihre Bürger auf, „sich an einen sichereren Ort [als Goma] zu begeben".
Osten der DR Kongo: während die M23 in der Stadt Saké, dem letzten Bollwerk auf dem Weg nach Goma, Stellung bezogen haben, verkürzte der kongolesische Präsident einen Auslandsaufenthalt und kehrte nach Kinshasa zurück. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) blieb die Lage am Mittwoch, den 22. Januar, rund um den Ballungsraum Minova ungewiss, nachdem es seit zwei Tagen zu heftigen Zusammenstößen zwischen der von den Wazalendo unterstützten kongolesischen Armee und der von Ruanda unterstützten bewaffneten Gruppe M23 gekommen war. Am Dienstag räumte die kongolesische Armee ein, dass die M23 in die Provinz Süd-Kivu eingedrungen ist.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) unterstützt die DR Kongo mit fast 3 Mrd. US-Dollar. Am 15. Januar 2025 hat das Exekutivdirektorium des IWF das Wirtschafts- und Finanzprogramm der kongolesischen Regierung gebilligt. Die Mittel stammen aus der Extended Credit Facility (ECF) und der Resilience and Sustainability Facility (RSF).
Die Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und ihren Verbündeten und der von Ruanda unterstützten bewaffneten Gruppe M23 gehen unvermindert weiter. Das kongolesischen Militär gab am Montag, den 13. Januar, bekannt, dass sie mehrere Dörfer im Masisi-Territorium in Nord-Kivu an der Grenze zur Nachbarprovinz Süd-Kivu aus den Händen der M23 zurückerobert hätten.
Nach drei Tagen heftiger Kämpfe mit der kongolesischen Armee und lokalen Wazalendo-Milizen im Masisi-Territorium in Nord-Kivu eroberten die M23-Rebellen am Samstag, den 4. Januar, die gleichnamige Hauptstadt des Territoriums. Der Fall Masisis, das etwa 80 Kilometer westlich von Goma liegt, führte zu einer massiven Vertreibung der Bevölkerung. Am Sonntag, den 5. Januar, flammten die Kämpfe wieder auf.
Ugandas Armee kämpft in der DR Kongo gegen die ADF, doch Zweifel an ihren Absichten wachsen. Kritiker:innen werfen Uganda vor, eigene Interessen zu verfolgen und die M23-Miliz zu unterstützen.
Die EU unterstützt die kongolesische Armee (FARDC) mit 20 Millionen Euro, um die Sicherheit im Land zu stärken. Geplant sind Investitionen in Ausrüstung, Ausbildung und Infrastruktur.
Am 15. Dezember treffen sich die Präsidenten der DR Kongo, Ruanda und Angola in Luanda, um den Konflikt im Osten Kongos zu entschärfen. Ein Vier-Phasen-Plan soll Frieden und Stabilität bringen.
Kongos Kobalt ist ein Schlüsselrohstoff für die Energiewende. Während Europa nachhaltige Partnerschaften anstrebt, prägen globale Abhängigkeiten und lokale Herausforderungen die aktuelle Situation.
Die DR Kongo und Ruanda machen Fortschritte im Friedensprozess. Ein Plan zum Truppenrückzug und zur Stabilisierung wurde vereinbart, Kämpfe mit M23 und FDLR sorgen allerdings weiter für Spannungen.
In der DR Kongo wächst der Widerstand gegen Präsident Tshisekedis Pläne zur Verfassungsänderung. Kritiker:innen sehen darin einen "Staatsstreich", selbst aus Tshisekedis Umfeld regt sich Widerspruch.
Im Osten der DR Kongo spitzt sich die humanitäre Lage zu. 6,9 Millionen Menschen intern Vertriebene. Das WFP fordert verstärkte Hilfe und plant, Mittel für umfassende Unterstützung zu mobilisieren.
Trotz eines Waffenstillstands setzt die M23 seit Ende Oktober in der Provinz Nord-Kivu ihre Offensive fort und erobert weitere Städte. Ein Überwachungsmechanismus soll eingeführt werden.