Positionen & Informationen

Bericht von Human Rights Watch über Kriegsverbrechen der M23 in Uvira

Während der rund fünfwöchigen Besatzung der kongolesischen Stadt Uvira im Dezember 2025 begingen Angehörige der Rebellengruppe M23 und der ruandischen Armee schwerste Verbrechen an der Zivilbevölkerung: systematische Hinrichtungen, sexuelle Gewalt und das Verschwindenlassen von Menschen. Ein neuer Bericht von Human Rights Watch dokumentiert auf Basis von über 120 Zeugenaussagen das Ausmaß der Verbrechen.

Analysen & Studien

Human Rights Watch warnt vor eingeschränkter Humanitärer Hilfe in Süd-Kivu

In der Hochebene von Süd-Kivu blockieren die Konfliktparteien die humanitäre Hilfe und hindern die Zivilbevölkerung an der Flucht. Human Rights Watch berichtet über die humanitäre Krise und fordert den UN-Sicherheitsrat zum dringenden Handeln auf.

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Analyse des Governance in Conflict Networks: Warum kommt es in der DR Kongo nicht zum Frieden? Rote Linien, blockierte Verhandlungen und radikale Auswege

Die Autoren argumentieren, dass die festgefahrene Dynamik im Konflikt im Osten der DR Kongo vor allem darauf zurückzuführen ist, dass gängige Forderungen nach Dialog und Truppenrückzug die realen Machtverhältnisse verkennen. Weil die militärischen und politischen Positionen der beteiligten Akteure kaum vereinbar sind, bleibt der Verhandlungsspielraum äußerst begrenzt. So sei ein nachhaltiger Frieden nur möglich, wenn die kongolesische Souveränität gestärkt und ein funktionsfähiger, widerstandsfähiger Staat aufgebaut wird.

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Analysepapier zur multidimensionalen Gewalt der ADF jenseits jihadistischer Zuschreibungen

Die beiden Wissenschaftler Kristof Titeca und Giovanni Salvaggio haben eine Analyse zur ADF veröffentlicht, in der sie deren multidimensionale Gewaltstrukturen im Osten der DR Kongo untersuchen. Sie argumentieren, dass eine Reduzierung auf eine jihadistische Zuschreibung den tatsächlichen Machtstrukturen nicht gerecht wird. Vielmehr müsse die Gewalt als Zusammenspiel ideologischer, militärischer, politischer und wirtschaftlicher Logiken verstanden werden – auch, um wirksame politische Strategien im Umgang mit der ADF entwickeln zu können.

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Human Rights Watch warnt vor Zunahme von konfliktbezogener sexueller Gewalt im Osten der DR Kongo

Die konfliktbezogene sexuelle Gewalt im Osten der DR Kongo hat drastisch zugenommen, während die Unterstützung der Überlebenden deutlich zurückgegangen ist. Die von Ruanda unterstützte M23 und andere bewaffnete Gruppen und Streitkräfte setzen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe ein, während Überlebende weiterhin mit struktureller Straflosigkeit konfrontiert sind, die die Verantwortlichen schützt, und mit einem Gesundheitssystem, dem die Mittel zur Unterstützung der Opfer fehlen.

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Bericht der International Crisis Group: Ein schwer erreichbarer Frieden in der Region der Großen Seen

Der Bericht der International Crisis Group analysiert die Rückkehr der M23, ihre territoriale Ausdehnung und die Entwicklung der regionalen und internationalen Diplomatie. Er betont, dass ein tragfähiger Waffenstillstand dringend notwendig ist und langfristige diplomatische Anstrengungen gebraucht werden, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern. Grundlage sind rund hundert Interviews mit politischen Akteur:innen, Rebellenvertreter:innen, Diplomat:innen, Fachleuten und Betroffenen.

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Doha-Vereinbarung: schwieriger Kompromiss zwischen Kinshasa und M23

Jason Stearns analysiert bei Ebuteli im Podcast, warum der Friedensprozess rund um den M23-Konflikt im Ostkongo feststeckt: Zwischen unrealistischen Forderungen der M23, einem umstrittenen Vermittlungsvorschlag Katars, fehlender Akzeptanz der kongolesichen Regierung sowie mangelnder Kompromissbereitschaft auf allen Seiten, wächst das Risiko neuer Gewalt in den östlichen Provinzen der DR Kongo. Jüngste Kampfhandlungen und Massakervorwürfe zeigen die Dringlichkeit einer Lösung.

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Bericht von Ärzte ohne Grenzen zu neuer Welle der Gewalt in Ituri

Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat am 25. März einen Bericht über die Situation der Zivilbevölkerung in Ituri, im Nordosten der DR Kongo, veröffentlicht. In dem Bericht „Risking Their Lives to Survive“ beschreibt MSF die extreme Notlage vieler Gemeinden, die durch die jüngsten Angriffe, die zunehmende Vertreibung und die reduzierte humanitäre Hilfe gefährdet sind.

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Bericht von Human Rights Watch zur zivilgesellschaftlichen Lage im Osten der DR Kongo

In einem im März veröffentlichten Artikel kritisiert Human Rights Watch die zivilgesellschaftliche Lage im Osten der DR Kongo, einem Gebiet welches von der AFC/M23 besetzt ist. HRW berichtet von Bedrohung, Verfolgung und Angriffen auf Journalist:innen, Kritiker:innen und zivilgesellschaftliche Akteure. Einschüchterung von Journalist:innen findet unterdessen auch von Seiten der kongolesischen Regierung statt. Als Folge dessen fordert HRW stärkere, gezielte Sanktionen gegen Verantwortliche in der M23, DR Kongo und Ruanda.

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