Ruandas Oberster Gerichtshof hat eine Klage der Oppositionspolitikerin Victoire Ingabire abgewiesen. Das Gericht sieht die rechtliche Grundlage ihrer Festnahme als verfassungskonform an. Ingabire, die seit Juni 2025 in Untersuchungshaft ist, bleibt damit vorerst weiter in Haft.
Die katholische Kirche in der DR Kongo warnt vor einer Verfassungsänderung inmitten der aktuellen Sicherheitskrise. Ein solcher Schritt könnte die Spannungen weiter verschärfen. Hintergrund ist eine Debatte über eine mögliche dritte Amtszeit von Präsident Tshisekedi.
Ein Bericht von Human Rights Watch (HRW) wirft dem kongolesischen Nationalen Rat für Cyberabwehr (CNC) schwere Menschenrechtsverletzungen vor. In Kinshasa sollen zahlreiche Personen ohne gerichtliche Grundlage an geheime Orte verschleppt und teilweise monatelang festgehalten worden sein. Betroffen sind laut HRW vor allem Regierungskritiker und Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zur Opposition.
In der kongolesischen Stadt Goma sind in der Nacht zum Mittwoch zwei Explosionen durch mutmaßliche Drohnenangriffe ausgelöst worden. Die Rebellenallianz AFC/M23 spricht von drei Toten, darunter eine französische Mitarbeiterin von UNICEF. Die Gruppe beschuldigt die Regierung in Kinshasa, hinter dem Angriff zu stehen.
Die ruandische Oppositionspolitikerin Victoire Ingabire legt vor dem Obersten Gerichtshof Berufung gegen ihre Verhaftung im Juni 2025 ein. Seit fast acht Monaten sitzt sie bereits in Untersuchungshaft. Das Gericht prüfte den Fall am 4. März, eine Entscheidung wird für den 27. März erwartet.
Die DR Kongo hat dem von Angola vorgeschlagenen Waffenstillstand im Osten des Landes zugestimmt. Präsident Félix Tshisekedi sprach von einem Schritt im Sinne der Verantwortung und der Suche nach einer friedlichen Lösung. Als mögliches Inkrafttreten gilt der 18. Februar, eingebettet in einen internationalen Überwachungsmechanismus.
Der Monitoring-Bericht für Januar 2026 dokumentiert zahlreiche schwere Menschenrechtsverletzungen in Burundi und weist auf eine weiterhin angespannte Lage hin. Neben gezielten Gewalttaten dokumentiert die Organisation auch systematische Einschüchterungen und mutmaßliche Folter durch staatliche Akteure. ACAT Burundi fordert ein Ende der Straflosigkeit und unabhängige Ermittlungen.
In Rubaya sind beim Einsturz einer von der M23 kontrollierten Coltanmine über 200 Menschen ums Leben gekommen, begünstigt durch Starkregen, schlechte Wartung und gefährliche Arbeitsbedingungen. Die Mine zählt zu den wichtigsten Coltanvorkommen weltweit.
Révérien Ndikuriyo bleibt Generalsekretär des CNDD-FDD und wurde am 25. Januar 2026 in seinem Amt bestätigt. Mit seinem umstrittenen politischen Werdegang, geprägt von Skandalen und polarisierenden Äußerungen, erhält er wachsenden Einfluss innerhalb der burundischen Machtstrukturen.
Frankreich fordert ebenso wie die kongolesischen katholischen und protestantischen Kirchen einen nationalen Dialog der ein Minimum an Konsens ermöglichen soll. Die Initiative soll ergänzend zu Doha und Washington laufen. In Luanda wurde bereits ein initialer Entwurf für diesen Dialog ausgearbeitet; derzeit steht noch die Reaktion von Félix Tshisekedi aus.
Am 14. Januar wurde die Journalistin Sandra Muhoza zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Ihr wird vorgeworfen die territoriale Integrität des Langes verletzt zu haben. Ihr Anwalt und die Organisation Reporter ohne Grenzen werfen indes den burundischen Behörden ein ungerechtes Verfahren und konstruierte Anschuldigungen vor.
Die Sicherheitslage für humanitäre Helfer in der DR Kongo spitzt sich dramatisch zu. Die UNO meldet für 2025 insgesamt 626 Vorfälle, besonders im konfliktreichen Osten des Landes. Gewalt, Unsicherheit und eingeschränkte Bewegungsfreiheit gefährden zunehmend lebenswichtige Hilfseinsätze.
Während die internationale Aufmerksamkeit weiterhin stark auf Nord-Kivu gerichtet ist, bleibt die Sicherheitslage in der Provinz Ituri angespannt. In der Umgebung von Bule kommt es erneut zu Kämpfen zwischen bewaffneten Gruppen und der kongolesischen Armee, mit zahlreichen zivilen Opfern. Gleichzeitig verschlechtert sich die humanitäre Situation für zehntausende Binnenvertriebene weiter.
Die Rebellen der AFC/M23 haben mit dem angekündigten Rückzug aus der strategisch wichtigen Stadt Uvira begonnen, doch die kongolesische Regierung zeigt sich weiter skeptisch. Während Beobachter:innen Truppenbewegungen bestätigen, warnt Kinshasa vor Täuschungsmanövern und fordert einen vollständigen Rückzug aller ausländischen Kräfte aus den besetzten Gebieten.
Die Zahl der Menschenrechtsverletzungen in der DR Kongo ist im ersten Halbjahr 2025 dramatisch angestiegen. Bewaffnete Gruppen, aber auch staatliche Akteure hinterlassen tausende Opfer – vor allem im umkämpften Osten des Landes. Ein Bericht vom Gemeinsamen Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen (BCNUDH) zeigt das Ausmaß der Gewalt und offenbart alarmierende Entwicklungen.
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) spitzt sich die Sicherheitslage weiter zu. Nach einem brutalen Angriff der ADF-Miliz erhebt Bischof Sikuli Paluku der Diozöse Butembo-Beni schwere Vorwürfe gegen die kongolesische Regierung und fordert sie auf, entschlossener zum Schutz der Bevölkerung zu handeln. Seine Worte spiegeln die wachsende Verzweiflung der Menschen in Nord-Kivu wider.
Die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23 hat am 3. November die Rekrutierung von fast 400 Richter:innen in den von ihr kontrollierten Gebieten im Ostern der DR Kongo angekündigt. Damit treibt sie den Aufbau einer eigenen Parallelverwaltung weiter voran.
Das Oberste Militärgericht in Kinshasa hat am Dienstag , den 30. September den Ex-Präsident Joseph Kabila wegen Kriegsverbrechen und Verrats in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Zum ersten Mal in der Geschichte der DR Kongo ist damit ein ehemaliger Staatschef von einem Militärgericht verurteilt worden. Während das Gericht von Verrat und Kriegsverbrechen spricht, sehen seine Anhänger:innen darin einen politischen Prozess.
Der Friedensprozess in der DR Kongo stockt. Seit beinahe zwei Wochen verhandeln Delegationen in Doha, doch vor Ort verschärft sich die Lage weiter. Anhaltende Kämpfe vor Ort und schwer umsetzbare Maßnahmen zur Vertrauensbildung blockieren den Fortschritt. Nachdem Präsident Félix Tshisekedi am Samstag, dem 30. August, eine Rede hielt, äußerte sich Corneille Nangaa am Montag, dem 1. September, in Goma. Die Spannungen zwischen den beiden Seiten verschärfen sich zunehmend.